25.06.03

Verhör des Johannes Bückler, Schinderhannes genannt. [Teil 27]

Fortsezzung, Mainz den 4ten Thermidor zehnten Jahres.

158) Kennet ihr die Namen Heller und Jost von Kleinweidelbach?

Antw. Ich kenne sie nicht persönlich; aber ich weiß von Schwarzpeter, daß er nach seiner Entweichung von Simmern sich gerade nach Kleinweidelbach begeben hat, wo ein Namens Heller aus besagtem Ort ihm seine Ketten los machte.

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24.06.03

Von den wahren Räubern

Während dem Schinderhannes immerhin der Ruf des lokalen Robin Hood anhaftet (ob zu Recht, sei jetzt mal dahin gestellt), frönen seine Anhänger in moderner Weise der Räuberei: Sie übernehmen fröhlich, frech und frei (vor allem, ohne zu fragen) die kompletten Inhalte fremder Homepages zum Thema Schinderhannes. Gestern abend fand ich das Verhör des Schinderhannes, das ich in Handarbeit in meiner Freizeit abschreibe, bis zur Frage 157 vollständig auf einer semi-professionellen Seite wieder. Doch der Betreiber der Homepage geht noch weiter, indem er auch Inhalte anderer Websites übernimmt. Da ist es m.E. auch nicht ausreichend, daß die Quelle angegeben wird. Über das akzeptable Zitat geht diese Verfahrensweise wohl unstreitig hinaus.

Ich finde das Verhalten unverschämt und überlege mir, die Adresse des "Übeltäters" hier preiszugeben. Sollen wir den Pranger wieder einführen? ;-)

Nachtrag vom 29.06.2003: Die beanstandete Seite wurde inzwischen überarbeitet und mit den diversen Quellen direkt verlinkt.

20.06.03

Verhör des Johannes Bückler, Schinderhannes genannt. [Teil 26]

157) In welchem Verbindniß waret ihr dann mit dem Haasenmüller?

Antw. Die Schwägerin des Johann Martin Rinkert hat mir vor zwei und ein halb Jahr die Bekanntschaft dieses Müllers verschaft; seit der Zeit war ich sehr oft in seiner Mühl, ich blieb unter andern im Winter des neunten Jahrs sieben oder acht Wochen nach einander da. Der Müller wußte wer ich war; aber während meinem Aufenthalt auf seiner Mühl hielt ich mich ruhig und begieng nichts. - Ich zahlte ihm nichts für meinen Aufenthalt, wenn er mir aber Lebensmittel gab so zahlte ich sie ihm baar, und er ist mir wirklich noch Geld schuldig; nämlich: vier Gulden welche ich ihm zu Hesterich für einen Schweinkauf lieh, zwei Gulden zwei und vierzig Kreuzer welche ich ihnen in Frankfurt gab. Im Winter des neunten Jahrs hatte ich fast zu sagen meine Haushaltung auf besagter Mühle errichtet; ich hatte mir Lebensmittel gekauft, und mit dem Wildpret, welches ich in den fürstlichen Waldungen schoß, unterhielt ich meine Familie, und die des Müllers genoß auch davon. Ich habe diesem Müller keine Drohung wegen meiner Aufnahme in sein Hauß gethan, im Gegentheil, er war mit meinem Aufenthalt sehr zufrieden, welcher in dem Winter des neunten Jahrs noch länger gedauert haben würde, wenn die Verrichtung zu Würges nicht vorgefallen wäre.

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19.06.03

Verhör des Johannes Bückler, Schinderhannes genannt. [Teil 25]

156) Auf welche Art und mit wem habt ihr den Diebstahl zu Würges begangen?

Antw. Ich war damals mit meiner Frau auf der Haasenmühl; etliche von der Bande des Pickard unter dem Namen Niederlander Band bekannt, kamen auch dahin. Sie machten mir den Vorschlag mit ihnen auf Verrichtung zu gehen; ich nahm ihn an, und ehe ich dahin gieng, führte ich meine Frau nach Haßloch, wo ich den gegenwärtig in Mainz verhafteten Christian Rheinhard antraf; sein Bruder Wilhelm, (wirklich in Mannheim einsizzend) Christoph Blum von Lautert: (in den Gefängnissen zu Kölln gestorben) und Johann Adam Hofmann sogenannten Peter Henrichs Hannadam welche sich in der Gegend befanden schlossen sich an mich an. Ein Jud von Asselheim Namens Johann, gemeiniglich der Schnukel genannt, brachte noch einen Mann von Vilbel, mit welchem ich in Frankfurt konfrontirt worden bin, einen andern Menschen, den sogenannten Kannengiesers Henrich und einen Mann von Homburg an der Höh, dessen Namen ich nicht kenne, mit sich. Es waren ausserdem die Namens Pickard, Müller, dieser erkenntlich weil er durch einen Schuß den Gebrauch eines Daumen verlohren hat, Polak welcher ein junger Mensch von zwanzig Jahren ist, ein Mann von Königstein, der Königsteiner genannt, welcher einmal mit Pickard zu Kölln arretirt war, von wo er nach Höchst wo er wieder entwischt ist geführt worden, ein Berliner Jud von siebenzehen Jahren, und kleiner Gestalt, endlich ein Hesse Namens Christoph welcher zu selbiger Zeit auf besagter Haasenmühl wohnte, und mit seinem Bruder dessen Namen ich nicht kenne das Fischer Handwerk treibt, dabey. Ausser diesen fünfzehen Individuen sind noch drei oder vier von der Niederländer Bande, welche ich nicht kenne, dazu gekommen.

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08.06.03

Wertvolle Papiere

Im Frühling 1945 zerstörten Fliegerbomben die Reichsbank in Berlin. Unbeschädigt blieben glücklicherweise die Tresore im Keller, die Unmengen an Wertpapieren enthielten. Ende des Monats werden nun 12 Millionen historische Wertpapiere der Jahre 1846 bis 1945 aus diesen Beständen versteigert - Sammler sehen dies mit gemischten Gefühlen, werden doch manche bisherige Raritäten durch die Auktion den Markt "überschwemmen".

Unter den nicht katalogisierten Aktien befinden sich wirklich schöne und rare Stücke, teils noch handunterzeichnet oder auf Thaler ausgestellt.

Auf http://www.reichsbankschatz.de/ kann eine Liste der Firmen, deren Wertpapiere zur Versteigerung anstehen, abgerufen werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (Printausgabe) vom 08.06.2003, S. 43

06.06.03

Schinderhannes rettete Gräfin

Ein Abenteuer des Schinderhannes, das sich in Burgen an der Mosel zugetragen haben soll, war am 04.06.2003 Gegenstand eines Berichtes der Rhein-Zeitung.

Erika Gräfin von Manderscheid war auf der Flucht zur Burg Waldeck und übernachtete vor dem einsamen Aufstieg in der Schmause-Mühle. Die vornehme Kutsche erregte die Aufmerksamkeit des Schwarzen Peters, der die Gräfin daraufhin überfiel. Er wurde jedoch vom Schinderhannes an seiner Tat gehindert, der ihn kurzerhand verjagte.

Quelle: http://rhein-zeitung.de/archiv/03/06/04/b/lok/00000218.html (für 30 Cent abrufbar)

Geschichte statt Statistik

Dem Guntersblumer Familienforscher Dr. Gerhard Stärk, der Vorfahren Stark/Stärk in Framersheim und Waldülversheim, Phul in Worms und Carl in Hanau aufzuweisen hat, ist ein Bericht in der Allgemeinen Zeitung vom 05.06.2003 gewidmet.

02.06.03

Ausflug nach Armsheim und Uffhofen

Am 19.06.2003 veranstaltet der Förderverein der Oppenheimer Katharinenkirche einen Ausflug nach Armsheim und anschließend nach Uffhofen. Das Programm kann der AZ vom 02.06.2003 entnommen werden.