31.03.03

Familienkundliche Gesellschaft für Nassau und Frankfurt e.V.

Dr. Hartmut Heinemann stellt im Hessischen Hauptstaatsarchiv (Wiesbaden) am kommenden Mittwoch, 2. April 2003, um 17.00 Uhr "Zugänge und Erweiterungen unserer Gesellschaft, mit Hinweisen zur neueren familienkundlichen Literatur" vor.

http://www.hauptstaatsarchiv.hessen.de/hsta_wiesbaden.cfm?id=97

Ganz nebenbei: Am 10. April 2003 um 18.00 Uhr wird im Hessischen Hauptstaatsarchiv die Ausstellung "Reisebilder aus Hessen. Fremdenverkehr, Tourismus und Kur seit dem 18. Jahrhundert" eröffnet.

Burgen-Wanderweg

In Bingen würde man gerne einen Burgen-Wanderweg nach Koblenz ausweisen. Über 150 km könnte man auf Waldwegen von Burg zu Burg laufen. Statt Fördermitteln für die Umsetzung bekommt die Stadt nun Auflagen vom Wirtschaftsministerium. Weiterlesen bei der Allgemeinen Zeitung vom 29.03.2003.

30.03.03

Kriegsheimer Geschichte

Über Mennoniten, Quäker, William Penn und die Auswanderung nach Amerika berichtet die Homepage der Turngemeinde 1904 Kriegsheim e.V. in ihrer Rubrik "Kriegsheim".

29.03.03

Weidmann, Johann Peter (1754-1819)

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"Hier ruht nach einem thaetigen, den Wissenschaften und der Menschheit geweihten Leben JOHANN PETER WEIDMANN Doktor der Weltweisheit und Arzneikunde, Professor der Mainzer Universität, gebohren zu Zülpig am 27. July 1754 gestorben am 23. Juny 1819. E.R.I.F."

Johann Peter Weidmann studierte in Würzburg und wurde kurz nach Beendigung seiner Studien und Abfassung seiner Dissertation Professor der Chirurgie und Geburtshilfe in Mainz. Gleichzeitig ernannte man ihn zum Direktor der Universitäts-Entbindungsanstalt. Weidmann lebte und wirkte bis zu seinem Tode 1819 in Mainz. Sein Grab befindet sich auf dem Mainzer Hauptfriedhof und zeigt eine Szene, in der der rechts stehende Arzt (zu erkennen an dem bei ihm am Boden liegenden Aeskulapstab, dem Wahrzeichen der Apotheken und Mediziner) einen Säugling der links sitzenden Mutter reicht.

Eine Abhandlung über Weidmanns Leben findet sich in der ADB Bd. 41, S. 458 f.

Die Weidmann-Straße befindet sich in Weisenau, nahe Rosengarten/Volkspark.

Das Foto entstand am 16.03.2003.

Zedleriana

Den Zedler kennt ja inzwischen fast jeder, aber die Zedleriana?

Meister Eckhart Jubiläum

Die Mainzer Partnerstadt Erfurt begeht dieses Jahr das 700-Jahr-Jubiläum der Rückkehr des Theologen, Philosophen und Mystikers Meister Eckhart (1260-1328) in seinen Heimatkonvent Erfurt.

Eine umfangreiche Seite zu Meister Eckhart hat Eckhart Triebel aus Berlin zusammengestellt.

Wer hat Ross und Reiter gestohlen?

Mit einer Ausschreibung im Bundeskriminalblatt will die Polizei jetzt nach einem schier unersetzlichen Zeugnis der Römerzeit in Mainz fahnden: Aus der Eingangshalle des ehemaligen Umweltministeriums in der Kaiser-Friedrich-Straße stahlen Unbekannte möglicherweise bereits zwischen dem 24. und 26. Februar eine Reitergrabstele des 3. Jahrhunderts. Die antike Beute aus Sandstein zeigt in einer halbbogenförmigen Nische das Relief eines nach rechts gewandten Reiters mit Lanze und wehendem Schultermantel.
Quelle (mit weiteren Informationen): Allgemeine Zeitung vom 29.03.2003

Regionale Nachkriegsgeschichte

Über Teil 2 der Veranstaltungsreihe mit Heinz Leiwig berichtet heute die AZ.

Gelungen geschlungen - Zur Kulturgeschichte der Brezel

Man könnte meinen, dass diese Ausstellung und das Museum für Brotkultur in Mainz-Bretzenheim zu finden seien - aber nein, leider in Ulm! Die Ausstellung ist übrigens noch bis 17.08.2003 zu sehen.

Details ... "Gelungen geschlungen - Zur Kulturgeschichte der Brezel"

AZ-Serie zur Familienforschung im Kreis Mainz-Bingen [Teil 8]

Im heutigen Beitrag der Serie dreht sich alles um Walter Schwamb aus Köngernheim.

http://www.main-rheiner.de/archiv/objekt.php3?artikel_id=1115799

28.03.03

Kriminalhistorische Tourenkarte

Der Verein "Gastland Nahe" will den Schinderhannes touristisch vermarkten - mal wieder ... Jetzt kommt also eine "kriminalhistorische Tourenkarte, die den Gast zu Fuß, per Rad oder Auto von Tatort zu Tatort führt".

Quelle: Main-Rheiner vom 28.03.2003

Römersteine des römischen Aquädukts von Mainz

Pilotprojekt und Mustersanierung des ersten Pfeilers abgeschlossen

Die Römersteine in Mainz fristeten lange ein Schattendasein. Von hohem Buschwerk, Brennnesseln und Brombeergestrüpp verdeckt, von kräftigen Bäumen und ihren Wurzeln zerteilt und bedroht, waren die Mauerpfeiler häufig nur Spaziergängern nahe dem Hildegardiskrankenhaus am Zahlbachtal bekannt.

Pilotprojekt: Mustersanierung für ersten Aquädukt-Pfeiler

Der sich durch eklatante Mauerwerksverluste verstärkende Zustand dieses städtischen Monuments hat das Landesamt für Denkmalpflege bewogen, in einer Mustersanierung den ersten aufrechten Pfeiler nahe der Unteren Zahlbachstraße (weitere stecken noch im Boden, wurden und werden von der Abteilung Archäologische Denkmalpflege Mainz untersucht) in einer Mustersanierung konservatorisch zu bearbeiten.

Das Grünamt der Stadt Mainz hat in diesem Zusammenhang einen Rückschnitt der Gehölze um die Römersteine im Rahmen des Winterschnittprogrammes 2002/2003 durchgeführt, um die Sichtbeziehungen zu verbessern bzw. wieder herzustellen.

Bei der Mustersanierung wurde erfolgreich das in der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege über Jahre erarbeitete know how bei der Instandsetzung und Konservierung mittelalterlicher Burgruinen mit den neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen des dem Landesamt angeschlossenen Instituts für Steinkonservierung nutzbar gemacht.

Darüber hinaus soll im Rahmen eines Pilotprojekts die Möglichkeiten einer besseren Präsentation und didaktischen Aufbereitung dieses bedeutenden Denkmals römischer Ingenieurtechnik für die Öffentlichkeit und die Besucher ausgelotet werden. Als archäologische Zone, etwa im Rahmen eines "Mainzer Römischen Itinerars", können Besucher mit den bautechnischen, organisatorischen ebenso wie den urbanistischen Aspekten dieser Großbauwerks vertraut gemacht werden. Eine mit der Stadt abzustimmende, angemessene Umfeldgestaltung gehört hier genauso dazu wie die denkmalgerechte Konservierung, für die das Land sich hier, mit gutem Beispiel vorangehend, engagiert hat.

Quelle: Presseinformation des Landesamtes für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz vom 26.03.2003

27.03.03

Hierzuland-Termine im April

Im April berichtet Hierzuland (SWR) um 18:05 über folgende Gemeinden unseres Raumes: 1.4. Lörzweiler, 5.4. Gau-Bickelheim, 25.4. Weinolsheim, 29.4. Weinheim.

Rheinhessische Gegenwartskultur steht im Mittelpunkt der Sendung "Im Namen der Dose - Von Küchenperlen und Mainzer Tupper-Tanten", die am Samstag, 29.3. um 21:50 und Montag, 31.3. um 11:30 ausgestrahlt wird.

Das Geheimnis Oppenheimer Grabinschriften

Die Freunde der Katharinenkirche treffen sich am Donnerstag, 27. März, um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus zur Generalversammlung. Im Anschluss gegen 20.15 Uhr findet gemeinsam mit dem Geschichtsverein ein Vortrag über das Geheimnis Oppenheimer Grabinschriften statt.

Quelle: Main-Rheiner vom 25.03.2003

Nachtrag vom 07.04.2003: Der Bericht über die Versammlung von der Allgemeinen Zeitung (05.04.2003)

Familientreffen Staudt - Stoudt - Stout (1733-2003)

Das jährliche Treffen der genannten Familien findet am 10.08.2003 in Umbenhauer's Park, Bernville, PA, statt. Weitere Info bei Mr. Kim Stout (President).

[Mitgeteilt von Christine Guenther]

26.03.03

Veranstaltungshinweise

"Dem Reich verfallen - den Berechtigten zurückerstatten: Enteignung und Rückerstattung jüdischen Vermögens im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz 1938-1953". Unter diesem Titel findet vom 7. April bis 18. Mai 2003 eine Sonderausstellung im Alzeyer Museum statt. Zum Thema informiert weiterhin der gleichnamige, von Walter Rummel und Jochen Rath bearbeitete Band, der 2001 von der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz herausgegeben wurde (547 Seiten, 25 Euro).

Dr. Tillmann Krach: Juden in der Mainzer Anwaltschaft. Exemplarische Lebensläufe zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus
mit Buchvorstellung: Paul Simon (1884 -1977) Meine Erinnerungen

Donnerstag, 3. April 2003, 19.00 Uhr, Rathaus Mainz, Valencia-Zimmer

"Auf den Spuren des Ausonius", Tagesexkursion in den Hunsrück mit Anno Vey
Samstag, 05. April 2003
Veranstalter: Historischer Verein Ingelheim
Schwerpunkt der Fahrt wird vor allem der römische Straßenvicus "Belginum" bei Morbach sein. Evtl. werden auch das mittelalterliche Herrstein und/oder die Stiftskirche von Ravengiersburg besucht. Ein detailliertes Programm wird bis März 2003 vorgelegt. Vorläufige Anmeldungen nimmt Anno Vey, ehem. Oberbürgermeister, entgegen.

25.03.03

Was Sie schon immer über Frettenheim wissen wollten ...

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Mit 270 Einwohnern gehört Frettenheim (VG Westhofen) zu den kleinsten Gemeinden Rheinhessens. Dennoch hat das Dorf eine eigene Homepage, auf der u. a. zu erfahren ist, daß es bei seiner Ersterwähnung 767 "Frittenheim" hieß, "aber nicht, weil dort Kartoffeln schmackhaft verwandelt wurden, sondern weil der Gründer, der seinen Hof dort errichtete, “Frido” hiess. Erst im Jahre 1402 erhielt Frettenheim seinen heutigen Namen." Unser Anfang März entstandenes Bild zeigt die beiden Kirchen mit ihren malerischen Dachreitern.

24.03.03

Oestrich-Winkel: "Der Ausscheller"

"Da nun das Stadtarchiv Oestrich-Winkel mit Anfang des Jahres 2003 einen fest angestellten Archivar besitzt und sich eine Fülle von unpubliziertem historischen Materials angehäuft hat, erscheint es nun an der Zeit, ein Forum zu schaffen, dieses auch möglicht kostengünstig zu veröffentlichen. Die „Mitteilungsblatt des Stadtarchivs Oestrich-Winkel DER AUSSCHELLER“ sollen nicht nur dem Archivar sondern auch historisch interessierten Nutzern des Stadtarchivs die Möglichkeit bieten, ihre Recherchen, soweit sie einen Bezug zu Oestrich-Winkel haben, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Die Redaktion des Blattes setzt sich zusammen aus dem Stadtarchivar Jürgen Eisenbach und dem Historiker Walter Hell in Oestrich-Winkel. Um Mitarbeit der Archivnutzer, die sich bei Archivar Eisenbach unter der unten angegebenen Adresse oder Telefonnummer bitte melden, wird herzlichst gebeten. Das Blatt soll regelmäßig einmal im Monat in einer Auflage von 100 Stück erscheinen und zwar jeweils am dritten Montag des Monats. Erhältlich ist es bei der Poststelle im Rathaus Winkel, Hauptstrasse 31. Die Schutzgebühr pro Nummer beträgt 30 Cent. Die erste Nummer erscheint am 27. Januar 2003 und beinhaltet einen Beitrag von Walter Hell: „Der Krisenwinter 1932/33 in Oestrich-Winkel“. "

Quelle: Homepage Oestrich-Winkel

Engagierter Bürgermeister und Heimatforscher

Die Allgemeine Zeitung schreibt über den Wolfsheimer Bürgermeister Otto Schmitt, der am 23.03.2003 seinen 60. Geburtstag feierte:

"Überall war er zur Stelle, wenn Hilfe erforderlich war. Der Arbeitskreis Ortshistorie partizipiert wesentlich von Otto Schmitt. In seinem privaten Archiv befinden sich mehr als 20000 Bilder aus dem Wolfsheimer Dorfgeschehen der letzten Jahrzehnte. Gemeinsam mit anderen Interessierten stellte er zwei Ortschroniken zusammen."

Vergoldetage im Gutenberg-Museum

In der Abteilung des „Deutschen Buchbinder-Museums" im Gutenberg-Museum (4. OG des Schellbaus) gibt es wieder einen „Vergoldetag" am Dienstag, 08. April 2003.

Buchbindemeister Ortwin Kandeler aus Düsseldorf erklärt dabei genauestens die Technik der Handvergoldung von Einbänden und führt sie vor. Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, sich anhand von Beispielen und Modellen mit der Herstellung von alten und modernen Bucheinbänden vertraut zu machen.

Die Vorführungen beginnen jeweils um 9.30 Uhr und 11.30 Uhr; bei Voranmeldung ist eine weitere Vorführung um 14.30 Uhr möglich. Sie dauern ungefähr eine halbe Stunde.

Nach Absprache sind gegen Entgelt auch Sonderführungen und Veranstaltungen möglich.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Mainz vom 24.03.2003

"Römisches Mainz" im Druck

Druckfrisch auf der Internationalen Tourismus Börse ITB präsentierte Mainz Marketing die in Kooperation mit der Initiative Römisches Mainz (IRM) und dem Landesamt für Archäologische Denkmalpflege erstellte Broschüre „Römisches Mainz".

Bis vor wenigen Jahren dachte der Besucher von Rheinland-Pfalz vor allem an die großartigen Denkmäler der Stadt Trier, wenn es um das Erbe der Römer in diesem Bundesland ging. In Mainz haben die spektakulären Funde der vergangenen Jahre - Römerschiffe, Bühnentheater, Mosaiken und vor allem das Heiligtum der Isis und Mater Magna - jedoch gezeigt, dass auch aus der großen Vergangenheit von Mogontiacum erstaunliche Bauten und Denkmäler der Stadtgründer ans Licht befördert wurden.

Die aktuellen Funde des Isis- und Mater Magna-Heiligtums werden ab 30. August 2003 in den Räumen unter der Taberna archaeologica im Einkaufszentrum Römerpassage der Öffentlichkeit präsentiert. Dieser Präsentation, aber auch den anderen Spuren der Römer im Stadtbild und in den Museen der Landeshauptstadt ist die Broschüre ‘Römisches Mainz’ gewidmet. Sie komplettiert die Reihe der Kulturbroschüren von Mainz Marketing und ist - gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 50 Cent - erhältlich bei der Touristik Centrale Mainz, in der Taberna archaeologica und der Stadt Mainz.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Mainz vom 24.03.2003

Rheinhessisches Fahrradmuseum

In Gau-Algesheim befindet sich das Rheinhessische Fahrradmuseum, das ab Ostersonntag wieder an Sonn- und Feiertagen von 11.00-17.00 Uhr geöffnet hat.

Rheinhessen - die Wiege unserer Kultur

Tobit-Reisen bietet eine fünftägige Kulturreise durch Rheinhessen und die Pfalz an:

"Vom Opferstein zur Basilika
Rheinhessen und die Pfalz

Eine Welt der Sagen und Geschichten, der Burgen und des Weins: die Landschaft zwischen dem Rheingau und Speyer ist eine Wiege unserer Kultur: Schon die Kelten siedelten hier an heiligen Orten. Die Römer brachten ihre Kultur und Macht an den Rhein und mit ihnen kamen auch die ersten Christen .

Nach einer Zeit des Übergangs entstanden mächtige Reiche. Klöster wie Lorsch und Eberbach wurden zu Zentren der Bildung und Gelehrsamkeit. Die Kaiser hinterließen Denkmäler ihrer Macht und Künstler Zeichen ihres Glaubens: romanische Kirchen und Kathedralen in Speyer, Worms und Mainz. Wir folgen dem Rhein zu bedeutenden deutschen Kulturgütern, lernen das Weingut eines Bischofs kennen, lauschen gregorianischen Chorälen und vieles mehr …"

Das ganze Programm und weitere Infos unter http://www.tobit-reisen.de/seiten/gruppenreisen/rheinhessen.htm

23.03.03

Joseph Laské 1816-1865

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Joseph Laské (06.12.1816-21.11.1865) war Stadt- und Dombaumeister zu Mainz. Sein beeindruckendes, an eine Kirche erinnerndes Grabmal auf dem Mainzer Hauptfriedhof zeigt eine Plastik Laskés mit Bauplan und Zirkel in der Hand (Aufnahme vom 16.03.2003).

Sein Sohn Adolph M. Laské war Justizrat in Frankfurt am Main und baute sich eine bedeutende Graphiksammlung auf (ca. 13.400 Blätter des 16. bis 19. Jahrhunderts), die er vor 100 Jahren dem Landesmuseum Mainz vermachte. Aus Anlaß des Jubiläums stellt das Landesmuseum vom 20.07.-31.07.2003 einige Zeichnungen und Druckgraphiken aus dem Bestand des Vermächtnisses aus.

Fränkisches Gräberfeld in Bodenheim entdeckt

Überraschung für Bodenheim kurz vor der 1250-Jahr-Feier: Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege entdeckten in einem Neubaugebiet der Gemeinde ein fränkisches Gräberfeld aus dem 5. Jahrhundert. Die für das nächste Jahr geplante Chronik wird um ein Kapitel ergänzt werden. Mehr dazu im Main-Rheiner vom 22.3.03.

22.03.03

Wormser Stadtarchiv um 40 lfm. Akten gewachsen

Das Familienarchiv von Dr. Ludwig von Heyl (frühes 18. Jahrhundert bis ca. 1985) wurde dem Wormser Stadtarchiv übergeben, berichtet die Wormser Zeitung vom 12.03.2002.

Ein Verzeichnis der im Wormser Stadtarchiv zu findenden Nachlässe und Firmenarchive (Abt. 170-199) liegt im PDF-Format vor.

Streifzüge durch die Geschichte Bingens

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Auf ihrer heutigen Mitgliederversammlung stellte die Arbeitsgemeinschaft Rheinhessischer Heimatforscher Heft 4 ihres Mitteilungsblatts zur rheinhessischen Landeskunde (Neue Folge) vor. Die von Regina Schäfer (Historisches Seminar der Universität Mainz) und Matthias Schmand (Historisches Museum am Strom - Hildegard von Bingen) herausgegebene 50seitige Schrift enthält die Vorträge der im Jahr 2000 stattgefundenen ortsgeschichtlichen Tagung der Arbeitsgemeinschaft.

Aus dem Inhalt:
Alexander Heising: Nova moenia veteri Vinco - Neue Mauern um das alte Bingen, Matthias Schmandt: Bingen im hohen Mittelalter, Katharina Reidel: Bingen am Beginn der Neuzeit im Spiegel der Landes-, Reichs- und Kirchengeschichte, Hildegard Frieß-Reimann: Entwicklung der Gesangvereine im Raum Bingen.

Die Publikation ist ebenso wie die bisher erschienenen Themenhefte zu Alzey, Ingelheim und Bodenheim (Inhaltsverzeichnisse siehe Regionet History (Rubrik Mitglieder, Historische Vereine A-Z, Von A-E, Arbeitsgemeinschaft Rheinhessischer Heimatforscher e.V.)) für 5 Euro plus Porto bei Michael Real (mreal@gmx.de), Schriftführer der Arbeitsgemeinschaft, erhältlich.

Nachkriegsgeschichte in Rheinhessen

Der Kreis-Seniorenbeirat hat ein Seminar über die "Stunde Null" in Rheinhessen gestartet. Gestern (21.03.) vor 58 Jahren erreichten die amerikanischen Truppen Mainz - ein passendes Datum für die Auftaktveranstaltung zum Thema Kriegsende und Besatzung. Der Main-Rheiner berichtet ...

Das Kriegstagebuch (combat history) der 4th Armored Division der US-Army, die im März 1945 Rheinhessen besetzte, ist im Internet abrufbar.

AZ-Serie zur Familienforschung im Kreis Mainz-Bingen [Teil 7]

Dem Dienheimer Familienforscher Wigbert Faber ist der siebte Teil der AZ-Serie gewidmet. Faber geht nicht nur der eigenen Familie auf den Grund, er schreibt auch die Kirchenbücher der evangelischen Gemeinde Dienheim ab.

Eisenbahnjubiläum II

Heute berichtet auch die Mainzer Allgemeine Zeitung über den "Anschluss an die weite Welt".

Nachtrag: Mit dem Fahrrad "auf den Spuren der alten rheinhessischen Eisenbahnlinie" - eine schöne Tour, beschrieben beim Tourentagebuch.

Eisenbahnstrecke in Rheinhessen eröffnet - vor 150 Jahren!

"Heute fand auf unserer Ludwigsbahn eine solenne Probefahrt statt. Der Verwaltungsrath unserer Eisenbahngesellschaft hatte dazu eine Reihe der höchsten Staatsbeamten, Abgeordneten der beiden Kammern und Notabilitäten unserer Stadt eingeladen. Nachdem die von Darmstadt kommenden Gäste, von Herrn Verwaltungsrath Korn in Frankfurt abgeholt, mittels der Taunusbahn in Kastel eingetroffen waren, fuhren dieselben in für sie bereit stehende Equipagen nach dem Bahnhofe der Ludwigsbahn, wo sie, gleich den eingeladenen Gästen aus unserer Stadt, in dem Wartesaale dritter Classe von dem Verwaltungsrathe empfangen wurden. Unter den Anwesenden bemerkten wir den Präsidenten des Gesamtministeriums Freiherr von Dalwigk, den Herrn Ministerialrath Grève aus Darmstadt, ferner unseren Vicegouverneur Freiherr von Mertens mit mehreren österreichichen und preußischen Stabsoffizieren, den Herrn geheimen Regierungsrath Schmitt, Herrn Superintendanten Schmitt, die Chefs der hiesigen oberen Justizbehörden, den Herrn Bürgermeister unserer Stadt usw. Nachdem die Anwesenden den mit Fahnen und Flaggen festlich geschmückten Bahnhof in verschiedenen Theilen und Einrichtungen näher in Augenschein genommen, setzte sich der Festzug aus einer Reihe von Wagen bestehend, voran die gleichfalls geschmückte Locomotive Dalwigk bald nach 10 Uhr in Bewegung und erreichte in beiläufig einer halben Stunde Oppenheim. Nach einem etwas längeren Aufenthalte in Oppenheim selbst und im gelben Hause kehrte der Festzug nach zwölf Uhr wieder hierher zurück. Über die Vortrefflichkeit der Bahn und Locomotive, die Bequemlichkeit und geschmackvolle Einrichtung der Wagen, wie überhaupt über die Annehmlichkeit der Fahrt auf unserer Bahn herrschte nur eine Stimme. In den Bahnhof zurückgekehrt, begab sich die Gesellschaft in das Civilcasino, den Hof zum Gutenberg, wo ihrer ein splendides Mahl wartete, welches durch Frohsinn, Heiterkeit und Toaste reichlich gewürzt war."

Quelle: Mainzer Journal, 16. März 1853

Details ... "Eisenbahnstrecke in Rheinhessen eröffnet - vor 150 Jahren!"

21.03.03

Stephan Metz 1789-1850

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Stephan Metz wurde am 12. November 1789 geboren, er war Soldat des Kaiserreichs, Advocat (Anwalt), Bürgermeister der Stadt Mainz und Präsident des Veteranen-Vereines. Am 18. November 1850 starb Metz 61-jährig als Obergerichtsrath bei den Gerichten der Provinz Rheinhessen. Nur Franz Konrad Macké, sein Vorgänger im Amt des Mainzer Stadtoberhauptes, konnte wie Stephan Metz zwei Amtszeiten (mit Unterbrechung) vorweisen: Metz war Bürgermeister von 1834-1836 und 1839-1841. Sein Grab befindet sich auf dem Mainzer Hauptfriedhof.

Denkmale und ihre Bedeutung

Am Mittwoch, 2. April, 19.00 Uhr, beleuchtet Ernst Kähler, 1. Vorsitzender des Historischen Vereins, das ebenso vielfältige wie ureigene Bedürfnis des Menschen nach Zeichensetzungen zur ganz besonderen Besinnung und Erinnerung über die Zeit hinaus. Mehr als 100 Beispiele der heimatlichen Ingelheimer Region - vom offiziellen Ehrenmonument über die stille symbolische Mahnung bis zur flüchtig amüsanten Kuriosität - dokumentieren große Geschichte oder erzählen kleine Geschichten im Wandel von Generationen.

Ort: Ingelheimer Winzerkeller, Binger Str. 16, Burgundersaal

Gefunden unter http://www.histvereiningelheim.de/aktuell.html; dort gibt es auch noch einen Bericht über die Archiverweiterung des Vereins im Haus Mett.

20.03.03

Rheinhessische Weinkönigin

Kathrin Saaler aus Saulheim ist die derzeit amtierende Rheinhessische Weinkönigin. Seit zwei Tagen hat sie eine eigene Homepage.

Neue CD erschienen

Klaus Dufner aus Ottweiler hat alle 5.600 Grabsteine der Stadt Bexbach abfotografiert und auf einer CD veröffentlicht. Mehr Info auf seiner Homepage Dufner-Genealogie.de.

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(Abb.: Mainzer Hauptfriedhof am 16.03.2002)

19.03.03

Lorenz Adlon

Der Gründer des berühmten Hotel Adlon in Berlin hieß Lorenz Adlon und war Sohn eines Schuhmachers aus Mainz. 1872 schloß er eine Tischler-Lehre bei der berühmten Mainzer Möbelfabrik Anton Bembé ab, die später einmal die Erstaustattung des Adlon ausführen sollte.

Mehr über die Karriere des Lorenz Adlon (1849-1921) gibt es auf der Homepage des Hotel Adlon Berlin in der Rubrik Geschichte.

Der Vater hieß übrigens Jacob Adlon, geboren ca. 1817, die Mutter war Anna Maria Elisabeth Schallot, Hebamme, geboren ca. 1819. Die Berlinische Monatsschrift hat Adlon 1999 einen ausführlichen Artikel gewidmet.

Genealogisches Treffen in Mainz

Das erste Treffen einer Regionalgruppe des Vereins für Computergenealogie findet am Freitag, 21.03.2002, von 19.30-22.00 Uhr in einem Raum der Bonifaziuskirche (Nähe Hauptbahnhof) statt.

18.03.03

Family Photo Buddy

Genealogen sammeln Familienfotos. Zur Verwaltung der Bilder sowie der darauf abgebildeten Personen bietet sich eine Software an, die - im Gegensatz zu vielen anderen Bildarchivierungsprogrammen - auf Portraits und Gruppenfotos spezialisiert ist: Family Photo Buddy.

Neue Bilder werden über Scanner, Digicam oder das Menü in die Datenbank eingestellt. Dann können ein Titel, Aufnahmeort, Datum, Datumsbeschreibung, der Photograph und der Einsender sowie eine Notiz eingegeben werden. Anschließend werden die Personen von links nach rechts und oben nach unten im Format Nachname, Vorname benannt. Für jede Person entsteht in der Datenbank ein eigener Datensatz, der in der Personenverwaltung mit weiteren Informationen versehen werden kann. Es stehen diverse Adress-Felder, Geburtsdatum, Geburtsort, Vater, Mutter, Geschlecht, Sterbedatum, Todesursache, Notizen und weitere freie Ereignisse zur Verfügung. Jeder Person kann ein Portrait zugeordnet werden, das in einer druckbaren Liste aller erfaßten Personen angezeigt wird. Alle sonstigen Bilder, auf den die Person abgebildet ist, werden in der Personenverwaltung aufgelistet.

Family Photo Buddy kategorisiert die Bilder bei Bedarf, wobei die Kategorien vom Benutzer selbst definiert werden können. Die Kategorien dienen bei der Recherche dann als Filter.

Verschiedene einfache Druckausgaben sowie eine kleine Bildbearbeitung für direkt gescannte Fotos sind vorhanden, aber keine HTML-Ausgabe. Ohnehin ist der Sinn des Programmes nicht unbedingt, die Bilder auszugeben (außer auf CD), sondern die Bildinformationen zu verwalten.

Das Programm ist englischsprachig und kann über FamilyPhotoBuddy.com heruntergeladen werden. Wer automatisch ablaufende Dia-Show-CDs erstellen möchte, muss das Programm zum Preis von 29$ registrieren. Ansonsten ist die Nutzung kostenlos.

Bingen: Kehrt Stadtarchiv zurück?

Dr. Matthias Schmandt, Historiker und Leiter des Binger Museums hofft, dass die 70 lfm. Akten aus dem 14. bis 19. Jahrhundert wieder von Speyer zurück nach Bingen gebracht werden können. Die grundsätzliche Zustimmung des Ausschusses hat er schon bekommen.

[Via Main-Rheiner vom 17.03.2003]

Sybille Schloß - von Alzey nach Amerika

Ihre Jugend verbrachte Sybille Schloß in Alzey. Die Tochter eines jüdischen Dichters und Wormser Zigarrenfabrikanten zog jedoch schon in jungen Jahren nach Berlin und machte von dort aus Karriere als Kabarettistin und Chansonsängerin. In den 1930-er Jahren schrieb Wolfgang Koeppen einen Roman über Sybille Schloß, die sich nach ihrer Tournee mit dem Exilkabarett "Die Pfeffermühle" entschied, in Amerika zu bleiben, wo sie immer noch lebt.

Der Radiosender SWR4 widmet der Künstlerin am Sonntag, den 23.03.2003 von 12.05-13.00 Uhr, eine eigene Sendung.

[Via Main-Rheiner vom 18.03.2003]

Mehr über Sybille Schloß hier und bei der NZZ.

16.03.03

Die Rückkehr des Prinzen Carl nach Worms

Unter diesem Titel ist eine Ausstellung im Kunsthaus in der Prinz Carl-Anlage in Worms bis zum 27. April zu sehen. Während der Kaiserzeit war Worms Garnison des Vierten Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiments (Prinz Carl) Nr. 118. Mehrfach wechselte die Kasernenanlage nach dem Ersten Weltkrieg ihren Namen: in der französischen Besatzungszeit hieß sie "Caserne des Vallieres", im Dritten Reich "Kemmel-Kaserne", von 1945-1951 Foch-Kaserne (frz.) und von 1951-1996 Taukkunen-Barracks" (US Army). Schon in den 1930er Jahren hatte es Pläne für eine zivile Nutzung gegeben, die nun endlich verwirklicht werden konnten - mit dem ursprünglichen Namen (Bericht im Nibelungen-Kurier)

Prinz Carl (Karl) von Hessen und bei Rhein (1809-1877) war General der Infanterie und Vater von Großherzog Ludwig IV., der von 1877-1892 Landesherr der Rheinhessen war. Über die Rückkehr eines Denkmals Ludwigs IV. nach Worms werden wir ein anderes Mal berichten.

Chronik von Mettenheim geplant

Der Heimat- und Kulturverein Mettenheim plant eine Überarbeitung und Erweiterung der "Mettenheimer Chronik" von Georg Reichert, die 1970 in Worms erschien. Dies teilte der Vereinsvorsitzende Hartmut Storm uns gestern auf telefonische Anfrage mit..

15.03.03

Kranken-Haus

Das Lepramuseum in Münster befasst sich mit einer der ältesten und furchtbarsten Krankheiten der Welt. Leprakranke wurden von der Gesellschaft abgesondert und in Leprosenhäuser abgeschoben.

Auf der Homepage des Lepramuseums erfährt der Besucher eine Menge über die Krankheit und wie man ihr hierzulande begegnete. Über die Rubrik "Dokumentation: Mittelalterliche Leprosorien in Deutschland" gelangt man zu einer Deutschlandkarte; von dort aus geht es dann bspw. weiter zu den rheinland-pfälzischen Leprosenhäusern. Hiervon gab es nicht wenig, das Mainzer Leprosorium war das zweitälteste Deutschlands (1261); Worms baute seines 1274 und Oppenheim folgte 1297! Am Ende der Aufzählung befindet sich ein Link, von dem aus man zu einer ausführlichen, tabellarischen Übersicht der Leprosorien gelangt. Demnach lag das Mainzer Leprosenhaus vor dem Gautor, in der Nähe des Rodelbergs, wurde Aussätzigen-Hospital oder Gutleuthof genannt und später zum Pesthaus umfunktioniert.

Kirchen-Geschichte

Daß katholische Kirchen zu evangelischen Gotteshäusern umfunktioniert wurden, ist in Rheinhessen seit der Reformation, spätestens jedoch seit der Pfälzischen Kirchenteilung von 1705/06 ungewöhnlich. Eine Ausnahme bildet Hackenheim (heute Stadtteil von Bad Kreuznach), wo die Evangelischen demnächst die bis 1962 von den Katholiken genutzte Pfarrkirche übernehmen werden. Eine Holzkirche diente den Protestanten vier Jahrzehnte lang als Notbehelf, sie wurde kürzlich in Mainz-Drais wieder aufgebaut. Ausführlich berichtet hierüber die Evangelische Kirchenzeitung.

Alzeyer Museumsnachtisch

Thema des nächsten Alzeyer Museumsnachtischs am Dienstag, 18. März, 13:00-13:20 Uhr, sind Achate unserer Heimat. Besonders bekannt sind Achate aus Wendelsheim. Auf der diesjährigen Achatbörse in Worms wurden sie im Rahmen einer Sonderausstellung "Achatpseudomorphosen von Wendelsheim/Rheinhessen" vorgestellt. Es handele sich dabei um "außergewöhnliche Achatstrukturen, einzigartig und typisch für diesen Fundort". Auch in anderen Gemarkungen der Rheinhessischen Schweiz gibt es Vorkommen, so in Nack, Flonheim und Lonsheim. Abbildungen rheinhessischer Achate finden sich auch auf der Seite von Max Kern. [Mitgeteilt vom Altertumsverein Alzey]

AZ-Serie zur Familienforschung im Kreis Mainz-Bingen [Teil 6]

In der heutigen Folge der Serie von Stefanie Jung wird der Nieder-Olmer Genealoge und Heimatforscher Peter Weisrock portraitiert. Sein neuestes Buch über Nieder-Olmer Sagen, Impressionen und Geschichten soll an Ostern erscheinen. Zur Homepage von Peter Weisrock...

14.03.03

Albertina in Wien wieder geöffnet

Heute öffnet die Wiener Albertina wieder ihre Pforten. Die Albertina birgt eine der größten und wertvollsten grafischen Sammlungen der Welt. Gegenwärtig umfasst sie rund 65.000 Zeichnungen und annähernd eine Million druckgrafische Blätter aller maßgebenden Kunstepochen von der Spätgotik bis zur zeitgenössischen Moderne.

Mit der Eröffnung starten eine Ausstellung über Edvard Munch sowie "Das Auge und der Apparat. Eine Geschichte der Fotografie". Im September beginnt dann eine Ausstellung über Albrecht Dürer (die Albertina beherbergt nach eigener Aussage die bedeutendste Dürer Sammlung der Welt). Alles weitere unter www.albertina.at.

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Fehlverstand oder Feuersbrand? - Die Inschrift am Rathaus zu Kettenheim

Wahrzeichen der Gemeinde Kettenheim ist das 1686 erbaute ehemals Rathaus, das zur Zeit einer Renovierung unterzogen wird. Im Obergeschoß des schmucken Fachwerkgebäudes wurde bis vor einigen Jahren katholischer Gottesdienst gefeiert. Der Fenstererker auf der Straßenseite trägt einen Spruch, der in der 1997 erschienenen Chronik der Verbandsgemeinde Alzey-Land von zwei Autoren unterschiedlich wiedergegeben wird: "GOTT GEB GLÜCK UND SEGNE VATERLAND, BEHÜTE UNS VOR KRIEG UND FEHLVERSTAND 1686" (S. 71) oder "Gott gebe Glück und segne unser Land, bewahre uns vor Krieg und Brand. Erbaut 1686" (S. 153). Wer von beiden hat recht? Uns hat diese Frage keine Ruhe gelassen, und so haben wir am heutigen sonnigen Nachmittag die Inschrift fotografiert. Sie lautet: "GOTT GEBE GLÜCK, UND SEGNE UNSER LAND BEWAHRE UNS VOR KRIEG UND FEUERSBRAND 1686".

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Vor 90 Jahren wollte die Gemeinde das alte Rathaus abreißen, die Pläne wurden jedoch auf Betreiben des Denkmalpflegers glücklicherweise verhindert. In seinem Bericht vermerkte P. Meissner über die Angelegenheit: "KETTENHEIM. Das Dorf Kettenheim besitzt noch ein sehr interessantes Gemeindehaus, das, in der Hauptstraße des Ortes dicht vor der Kirche gelegen, mit dieser ein überaus malerisches Straßenbild bietet. Der Unterstock, der aus Stein ist, dient gegenwärtig zur Aufbewahrung der Feuerspritzen. Der Oberbau ist ein Fachwerksbau mit alemannisch verzierten Fenstererkern. Das ganze Haus ist in einem sehr verwahrlosten Zustand, und da es an einer sehr verkehrsreichen Straßenkreuzung lag, beabsichtigt die Gemeinde, es zur Erweiterung der Straße vollständig niederzulegen. Da durch die Ausführung dieses Beschlusses aber ein sehr wertvolles Baudenkmal verschwunden wäre, wurde gegen dieses Vorhaben vom Kreisamt und vom Denkmalpfleger Einspruch erhoben. Durch den Großh. Kreisbauinspektor wurde ein genauer Voranschlag für die Wiederherstellung aufgestellt, der sich auf ungefähr 1500 Mark belief. Der Gemeinde kann zwar nach dem Denkmalschutzgesetz die Unterhaltung des Gebäudes in Dach und Fach angesonnen werden, aber die Kosten der Wiederherstellung überschritten diese Grenze doch wesentlich. Es wurde deshalb ein außergewöhnlich hoher Staatszuschuß von 1000 Mark bewilligt, so daß die Erhaltung dieses schönen und wertvollen Baudenkmals nunmehr bei den dankenswerten Bemühungen des Kreisamts und der Unterstützung des Staates gesichert erscheint.Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr ausgeführt werden." (Jahresbericht der Denkmalpflege im Großherzogtum Hessen, Bd. 3, Darmstadt 1914).

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Übrigens wurde heute in Kettenheim der 94jährige Landwirt und Genealoge Gustav Lampe begraben, der als junger Mann die reformierten Kirchenbücher der Pfarrei Kettenheim verkartet hatte. Leider verbrannte seine Kartei 1944 bei einem Luftangriff im Staatsarchiv Darmstadt.

Druckerzeichen

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Eine Übersicht über Druckermarken der Renaissance findet man in der UCLA College Library. Die Abbildung zeigt die Druckermarke der Mainzer Drucker Johann Fust und Peter Schöffer, die früheste bekannte Druckermarke überhaupt, die noch dazu Name der Typographen sowie Ort und Datum des Drucks (hier: 14. August 1457) angab.

Peter Schöffer - Jubiläumsjahr

Der Wiesbadener Anwalt und Bücherfreund Detlef Mauss erstand zusammen mit dem Gutenberg-Förderverein einen dreibändigen Druck, dessen erster Teil ein Frühdruck Peter Schöffers ist.

Der Schöfferdruck, wie er in der Neuerwerbung vorliegt, existiert weltweit nur noch zwei Mal. Er enthält Johannes Andreaes "Super arbribus consanguinitatis", einen Text über die Bestimmung von Verwandtschaftsgraden. Man zog ihn beispielsweise als Ratgeber bei strittigen Eheschließungen zu Rate, bei denen eine Blutsverwandtschaft des angehenden Brautpaares bewiesen werden musste.

Schöffers Arbeit komplettieren zwei weitere seltene Drucke aus der Zeit 1470 bis 1475. Der eine, er stammt aus der Presse des Kölner Druckers Arnold ther Hoernen, befasst sich mit möglichen Vorgehensweisen bei Erbfällen ohne ein Testament. Ein besonders ungewöhnliches Werk umfasst der dritte Druck, hergestellt vom Augsburger Günther Zainer. Er enthält ein Verzeichnis sämtlicher lateinischer Redewendungen und ihre deutschen Übersetzungen. Diese Arbeit, der so genannte "Briefsteller", war beim Verfassen von Briefen nützlich. Geschrieben hat das Hilfsmittel für formulierungsschwache Juristen der Humanist Stephanus Fliscus.


Die Neuerwerbung kommt passend zum Jubiläum des 500. Todestages Peter Schöffers. Das Gutenbergmuseum plant vom 06. Juni bis 14. September eine Ausstellung. [Via Mainzer Rheinzeitung Druckausgabe vom 27.02.2003]

13.03.03

Heimatverein Worms-Pfiffligheim

Der Heimatverein Worms-Pfiffligheim ist seit kurzem im Internet unter http://www.heimatverein-worms-pfiffligheim.de vertreten. Die Homepage enthält u. a. einen geschichtlichen Abriß des seit 1898 zu Worms gehörenden Dorfes sowie ausführliche Beschreibungen seiner wichtigsten Denkmäler ("Lutherbaum", Kriegerdenkmal 1870/71, "Ochsenklavier").

Hildegard von Bingen

"Wer sich einen knappen, aber fundierten Überblick über "Hildegard von Bingen" verschaffen will, der sollte einen Blick in die Februarausgabe der bei Gruner & Jahr erscheinenden Zeitschrift P.M. History. Das große Magazin für Geschichte" werfen", berichtet die heutige Ausgabe des Main-Rheiner über einen Beitrag von Peter Boccarius, dessen Kurzfassung unter http://www.pm-magazin.de/de/heftartikel/artikel_id327.htm abrufbar ist. Die berühmteste Tochter Rheinhessens ist übrigens auch einer der Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Franz J. Felten, der kürzlich zum Direktor des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz gewählt wurde.

Bestandserhaltung

Das Forum Bestandserhaltung beantwortet umfangreich und kompetent Fragen zur Bestandserhaltung alter Bücher, unterteilt in die Rubriken Grundlagen, Konservierung & Restaurierung, Konversion, Notfall und Dienstleister.

Im Hinblick auf die Fragen zur Kirchenbuchverfilmung ist es sehr interessant zu erfahren, dass trotz der modernen Medien wie CD-ROM und Internet die Verfilmung eine hohe Akzeptanz genießt. Sogenannte Hybridsysteme (Langzeitarchivierung analog, Bereitstellung digital) setzen sich mehr und mehr durch.

Denkmal für Stefan George in Bingen geplant

"Winzerknabe, Victor Hugo, Ludwig und Julia - sie alle haben ihr Standbild auf Binger Plätzen. Nun soll der bedeutende Sohn der Stadt, der Dichter und Denker Stefan George, einen Ehrenplatz vor dem Haferkasten am Freidhof erhalten." Bericht hierzu im heutigen Main-Rheiner.

Informationen und Bilder zur Familie George in Büdesheim finden sich unter http://www.juergen-koerner.de/stgeorg2.htm. Bei dem dort angegebenen ursprünglichen Herkunftsort "Tugeldingen im Canton Bonlay, Departement des Mossell" dürfte es sich um die lothringische Gemeinde Roupeldange, Canton de Boulay (Bolchen), Département de la Moselle handeln.

KZ Osthofen - Neue Forschungsergebnisse

"Vortrag am Freitag, 14. März, 18 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen Der Förderverein Projekt Osthofen e. V. und die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz laden zu einem Vortrag mit dem Thema "Schutzhaftlager, Konzentrationslager, 'wildes KZ'?" ein.

Angelika Arenz-Morch, Osthofener Mitarbeiterin der Landeszentrale, wird in ihrem Referat neue Forschungsergebnisse zum frühen Konzentrationslager Osthofen vorstellen.

Im Mittelpunkt ihrer Darstellung werden die politischen Verhältnisse im ehemaligen Volksstaat Hessen zur Zeit der Machtübernahme stehen. Eine besondere Rolle dabei spielte der damalige Sonderkommissar für das Polizeiwesen in Hessen, Dr. Werner Best (* 1903 Darmstadt, + 1989 Mülheim/Ruhr), der in dieser Funktion für die Errichtung des KZ Osthofen vor siebzig Jahren verantwortlich war. Anhand der Auswertung der Schutzhaftanordnungen der Kreisämter soll die Verfolgungspraxis im ehemaligen Volksstaat Hessen im Vergleich zu anderen Ländern des Deutschen Reiches stehen.

Termin: Freitag, 14. März, 18 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38."


Nibelungen-Kurier (Worms) Druckausgabe v. 12.3.2003

12.03.03

Kirchenbuchverfilmung

Der Familienforscher Richard Wagner hat sich vor einiger Zeit im "Computergenealogie - Magazin für Familienforschung" öffentlich Gedanken um eine neue Form der Kirchenbuchverfilmung gemacht. Die angeregte Diskussion des Themas blieb leider aus ...

Kern des Artikels ist die Vorstellung, daß die Landeskirchen Buchscanner anschaffen und die Kirchenbücher einscannen, anschließend die Scans auf CD brennen oder als Book on Demand drucken und verkaufen. Von den Erlösen könnte der Scanner und das Personal (teil-) finanziert werden.

Wagner argumentiert, dass das Scannen für die Kirchenbücher deutlich schonender sei als das Verfilmen. Ich habe dabei einige Bedenken, gerade im Hinblick auf das Scan-Licht und das Auflegen der empfindlichen Bücher auf das Scan-Glas. Ist es nicht pfleglicher, mit Hilfe eines geeigneten Kirchenbuchhalter die Bücher digital abzufotografieren und dann entsprechend weiter zu verfahren? Vielleicht liest hier ja jemand mit, der Licht in diese Fragen bringen kann!

Stadthistorisches Museum zieht um

Die Zeit im Haus zum Stein ist leider vorbei und nun zieht das Stadthistorische Museum in die Zitadelle. Für Mai ist die Wiedereröffnung geplant. [Via Main-Rheiner]

11.03.03

Peter Schöffer - Pionier der Buchdruckerei

Vor 500 Jahren starb in Mainz der Buchdrucker Peter Schöffer. Der um 1425 in Gernsheim geborene Schöffer war zunächst Mitarbeiter Gutenbergs und machte sich später selbständig. In einem Bericht des heutigen Main-Rheiners heißt es über ihn:

"In der Inkunabelforschung [frühe Buchdrucke] bewanderte Autoren bezeichnen Schöffer als Buchgestalter mit seinen Versuchen, Handschriftenvorlagen drucktechnisch umzusetzen; als Entwickler neuer Drucktypen, die sich als gewinnbringende Investition erwiesen; als großen europäischen Verleger von Büchern, die über ein Vertriebsnetz an die Leser ausgeliefert wurden. Er ist ein Mann, durch dessen geschäftliche Tüchtigkeit sich der internationale Buchmarkt für intellektuelle Debatten und zur Massenkommunikation öffnet."

Eine 1950 in englischer Sprache erschienene Biographie Schöffers von Hellmuth Lehmann-Haupt liegt nun in einer Übersetzung von Monika Estermann vor.

Eine englischsprachige Kurzbiographie gibt es bei der Katholischen Enzyklopädie; eine ebenfalls in Englisch verfaßte Zusammenfassung des Druckens mit beweglichen Lettern gibt es hier. Über Peter Schöffers Druckerzeichen (das älteste Druckerzeichen der Druckgeschichte) aus einem Kräuterbuch informiert eine österreichische Seite, über die Göttinger Gutenbergbibel (1282 Seiten - alle online) Gutenberg Digital.

Fernsehtipps

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Am 14. März berichtet der SWR Rheinland-Pfalz in seiner Serie "Hierzuland" über Gau-Weinheim. Unser Bild zeigt den mittelalterlichen Gemeindeturm neben der Kirche nach seiner Instandsetzung im Jahr 1905.

Weiter porträtiert "Hierzuland" im März folgende Gemeinden unserer Umgebung: 17. März Biedesheim bei Göllheim, 20. März Weinsheim, 28. März Neuleiningen, 30. März Albisheim/Pfrimm.

Über das Mainzer Stadtarchiv ...

... und seinen neuen Leiter Dr. Wolfgang Dobras hat das Rheinhessenarchiv bereits am 28.01.2003 berichtet. In der Allgemeinen Zeitung vom 11.03.2003 werden Dr. Dobras, seine Arbeit und das Stadtarchiv in einem ausführlichen Artikel vorgestellt. [Via Archivalia]

Geschichtsportal Rhein-Lahn-Kreis

Das Geschichts-Portal Rhein-Lahn-Kreis besteht bereits seit über drei Jahren und gehört somit zu den ältesten Projekten dieser Art in Rheinland-Pfalz. Es berichtet viel Wissenswertes über die nassauische Heimat des Schinderhannes (leider fehlt seine Biographie bislang in der Rubrik "Persönlichkeiten"). Ausführliche Inhaltsangaben der seit 1986 erscheinenden Heimatjahrbücher finden sich im Portal ebenso wie die Online-Dokumentation Jüdische Spuren im Rhein-Lahn-Kreis - Jahrzehnte danach von Franz Gölzenleuchter und vieles mehr. Wußten Sie, warum der "Nassauer" umgangssprachlich mit einem, "der sich gern aushalten und freihalten läßt oder sich vor dem Bezahlen drückt" gleichgesetzt wird? Auch diese Frage wird im Portal erschöpfend beantwortet.

Kirche und Kirchenbücher

Auf der 9. Tagung der süddeutschen evang. Kirchenarchive in Speyer im Jahr 2000 wurde ausführlich über die Zusammenarbeit der Mormonen mit dem Zentralarchiv der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau berichtet.

Denkmalstreit in Oppenheim

Der geplante Abbruch einer rund 300 Jahre alten Scheune in Oppenheim sorgt für Unmut bei historisch interessierten Bürgern der Stadt. Während Denkmalpfleger keine Einwände gegen die Beseitigung des in der Denkmalliste des Landes aufgeführten Gebäudes haben, bezeichnen Mitglieder des Oppenheimer Geschichtsvereins den "Abriss der rund 300 Jahre alten Scheune mit barocken Fenstern und einem Mansarddach" als "skandalös".

Ein Bericht im Main-Rheiner vom 11.3.2003

Kirchenbuchverkartung pro und contra

Hermann Doerffel hat sich im Jahr 2001 Gedanken zur Kirchenbuchverkartung gemacht, die auch jetzt noch lesenswert sind.

10.03.03

Rheinhessische Heimatforschung vor 150 Jahren

Der 1844 gegründete Mainzer Altertumsverein ist der älteste der rheinhessischen Geschichtsvereine. Zu seinen frühen Leistungen gehört die Gründung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, wie auf der Generalversammlung am 14. Februar 1853 stolz herausgestellt wurde. Was die Mainzer sonst noch zu besprechen hatten, findet sich in einem Bericht der Darmstädter Zeitung vom 1. März 1853:

"Am 14. Febr. [1853] hielt der Mainzer Alterthumsverein unter dem Vorsitze seines Präsidenten, des Hrn. Prof. Klein, seine Generalversammlung. Durch eine allerhöchste Bewilligung von 300 fl. aus dem Mainzer Universitätsfonds (außer der jährlichen von 400 fl.), gelegentlich der Versammlung der Alterthumsvereine im September v. J., wurde es möglich, zwei weitere Hefte der Abbildungen erscheinen zu lassen, "ein deutsches Hügelgrab" von Lindenschmit und "Karls des Großen Palast in Ingelheim" von A. v. Cohausen. Die Samlungen des Vereins sind von neuem bereichert worden, namentlich auch die Bibliothek desselben. Der Präsident empfahl das bereits als Resultat der vorjährigen allgemeinen Versammlung zu Dresden erschienene "Correspondenzblatt für sämmtliche historische Vereine Deutschland". - Die Vereine von Wiesbaden und Frankfurt werden sich den "Periodischen Blättern" anschließen und diese somit für 1853 sich erweitern. Die Zahl der Mitglieder des Vereins ist im Steigen und seine Verhältnisse sind überhaupt gedeihlich. Zehn Vorträge wurden in den Versammlungen des Vereins gehaten, ungerechnet die allgemeine Versammlung im September, deren Protocolle jetzt gedruckt werden. - Es erfolgten in der Generalversammlung noch verschiedene Berichte, als von Hrn. Archivar Habel aus Schierstein über das nach Beschluß der allgemeinen Versammlung in Mainz anzulegende "römisch-germanische Museum"; - Hrn. Legationsrath v. Meyer, gegenwärtig in Darmstadt, Namens der zur Erforschung des römischen Pfahlgrabens von der Septemberversammlung ernannten Commission. - In den Vorstand wurden von neuem gewählt k. preuß. Ingen.-Hauptmann v. Cohausen, Prof. Dr. Gergens, Maler Lindenschmit, dann für Kreisbaumeister Dr. Weyland in Darmstadt, Staatsprocurator Dr. Belluc. - Ein Abendessen im Hessischen Hofe folgte der Versammlung, wobei Toaste auf S[eine] K[önigliche] H[oheit] den Großherzog, als huldvollsten Beförderer des Vereins, S. K. H. den Prinzen Johann von Sachsen, Präsidenten des Gesammtvereins etc. ausgebracht und mit herzlichster Theilnahme aufgenommen wurden."

Hochzeits-Schnäppchen

Die Spar-Masche des Discounters Plus (der mit den kleinen Preisen) wird langsam richtig schräg: ab sofort können heiratswillige Paare ihre Hochzeit bei Plus buchen; mit Kleid, Blumen, Ausfallversicherung, Ratgeber, Buffet, Torte und 18 Gästen ... Unter dem Motto "Von der Mühle bis zum Schloss" kann man sich auch in Rheinhessen dauerhaft binden: ein Wormser Hotel ist mit dabei.

Mehr Info unter www.plus.de und www.plus-hochzeiten.de.

Landesschau

Kurzgefaßt: Rheinhessenarchiv heute "live" und in Farbe in der Landesschau Rheinland-Pfalz um 19.20 Uhr.

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Rheinreisen

Das Thema Rheinreisen ist im Augenblick geradezu ein Trend: Wie Main-Rheiner gestern berichtete, wurde gerade das neue Buch "Bingen und die Rheinromantik" der Historischen Gesellschaft vorgestellt. Anlaß für die Herausgabe des Buches war die am 09.06.1802 in Bingen gestartete "epochemachende" Rheinreise der Herren Clemens Brentano und Achim von Arnim.

Über die Rheinreise von William England im Sommer 1867 kann man an anderer Stelle im Internet nachlesen. Das Besondere an dieser Reise sind die von England angefertigten Photographien und Stereoskopenbilder, deren Entstehung die Homepage anschaulich beschreibt. Eine Übersicht (10 Seiten) über diverse Stereoskopenbilder Englands ist verlinkt. (Das Einbinden eines dieser Bilder in die eigene Homepage kostet 25 $, weshalb ich schweren Herzens auf die Abbildung des "alten Hauses in Bacharach" in Stereo verzichte). Wer lernen möchte, Stereofotos ohne Hilfsmittel zu betrachten, schaue mal unter http://www.fotoplatz.stereographie.de/.

Eine Zusammenstellung zum Thema Rheinreisen und Rheinromantik hat DIE ZEIT veröffentlicht.

Windmühlen

Ebenfalls im Weltbildverlag gefunden (s. u.): Windmühlen. Windräder und Windturbinen als Windkraftmaschinen von Friedrich Neumann zum Preis von 16,95 EUR. "Liebevoll und detailliert beschreibt der Autor alte Windmühlen und wie sie konstruiert und berechnet wurden."

Bei der Gelegenheit möchte ich auf einen Bericht über das Schicksal einer 1713 auf Befehl des Grafen Wilhelm Moritz zu Solms-Braunfels zu Grüningen (heute Stadtteil von Pohlheim bei Gießen) erbauten Windmühle hinweisen. Über der Mühle habe kein guter Stern gewaltet; sie sei von vielem Mißgeschick heimgesucht und nach 80jährigem Bestande dem Verfalle preisgegeben worden. "Sei es, daß die Lage eine ungünstige war oder Konstruktionsfehler die Ursache waren - die Reparaturen hörten nicht auf." Möglicherweise trug auch das Betreuungsteam ("Meister Pein, der Mühlarzt, undt der Schmied sein zwey versoffene liderliche mäner, welche in allem schädlich seyn") seinen Anteil zur Misere bei.

Namensforschung Literatur

Da hier immer wieder in den Kommentaren nach der Herkunft eines Familiennamens gefragt wird, möchte ich heute einmal auf ein Angebot des Weltbild-Verlages hinweisen. Dort gibt es den dtv-Atlas Namenkunde (Deutsche Vor- und Familiennamen) als Sonderausgabe für 9,95 EUR. Die Taschenbuch-Ausgabe ist derzeit (zumindest bei Amazon) ausverkauft. Alternativen sind das Deutsche Namenslexikon von Hans Bahlow (15,00 EUR) oder die Deutsche Namenkunde von Gottschald und Schützeichel (108,00 EUR).

08.03.03

AZ-Serie zur Familienforschung im Kreis Mainz-Bingen [Teil 5]

Bereits am 15.02.2003 berichtete die AZ in ihrer Serie über Franz-Josef Becker, der schon von ungefähr 95 Klein-Winternheimer Familien die Geschichte zurückverfolgt hat. Den ganzen Artikel kann man beim Rhein-Mainer nachlesen.

Zuwanderer von Rheinhessen und der Pfalz nach Windecken/Hessen

Der Geschichtsverein Windecken gibt auf seiner Homepage den kompletten Text der Festschrift anläßlich der 650-Jahrfeier der Stadtrechte aus dem Jahr 1938 wieder. Unter den Beiträgen findet sich eine Abhandlung zu Windecker Familiennamen, die u. a. folgende Neusiedler aus unserem Raum nennt, die nach dem Dreißigjährigen Krieg in den dortigen Kirchenbüchern erwähnt werden: Schütz aus Oppenheim, Bickes aus Sobernheim und Zell in der Pfalz, Staudter aus Neustadt an der Hardt, Hirstein aus Edigheim (Pfalz) sowie Burckhardt aus "Pfettersheim (Pfalz)" (= Pfeddersheim).

Geschichtsverein Bacharach

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Über die Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Bacharach berichtete die Allgemeine Zeitung am 24.02.2003. Unter den Veröffentlichungen befinden sich auch umfangreiche Beiträge zur Auswanderung aus den Viertälern und zur Rheinschifffahrt.

Der Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e. V. hat weiterhin 1996 eine umfassende Geschichte Bacharachs und der Tälerorte Steeg, Diebach und Manubach herausgebracht.

528 Seiten, 15,7 x 21,3 cm, Fadenheftung, fester Einband, 47 DM, ISBN 3-00-000994-9, Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e.V., 55419 Bacharach 1996. Inhaltsverzeichnis und weitere Infos unter:

http://www.bacharach.mittelrhein.net/vereine/geschichtsverein/index.htm

Das Bild zeigt ein altes Fachwerkhaus in Bacharach (Postkarte von 1904).

Dinotherium-Museum in Eppelsheim

Für Dienstag, den 11. März 2003 um 19:00 Uhr sind alle Interessenten zur Gründungsversammlung eines Vereins zur Förderung des Dinotherium-Museums in den Ratssaal der Ortsgemeinde Eppelsheim eingeladen. Die Tagesordnung umfasst neben den üblichen Regularien die Wahl eines Vorstandes, sowie Beratung und Beschlussfassung über eine Vereinssatzung, über Mitgliedsbeiträge und über eine Ehrenordnung.

Weltberühmt wurde 1835 Eppelsheim aber durch den Fund eines vollständigen Schädels von Deinotherium giganteum, dem Wappentier der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft, des Naturhistorischen Museum Mainz / Landessammlung für Naturkunde Rheinland-Pfalz und - seit dem 11. August 2001 - auch des Dinotherium-Museum im Rathaus von Eppelsheim. Das Original wurde 1866 an T.B. Oldham, Direktor des Geologischen Dienstes in Indien, verkauft. Oldham gab dann allerdings schon im Jahr darauf den Schädel und weitere Funde aus Eppelsheim an das Britische Museum in London.

Veranstaltungstipp

Die Familie Esselborn gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit zu den traditionsreichsten Familien in Alzey. Das Adreßbuch von 1931 führt noch fünf Esselborn-Familien in der Volkerstadt auf (darunter den Bäckermeister Friedrich Esselborn, dessen Café am Roßmarkt heute noch den Namen der Familie trägt), heute ist der Name jedoch in der Volkerstadt ausgestorben. Angehörige der Familie wanderten im 18. Jahrhundert an den Niederrhein sowie im 19. Jahrhundert in die USA aus. Über den Familienzweig am Niederrhein berichtet Ewald Esselborn aus Jever am Montag, dem 10. März 2003 um 20 Uhr im Alzeyer Museum. Herr Esselborn wird auch allgemeines über die Auswanderung nach Nordwestdeutschland berichten, die im Rahmen der Siedlungspolitik Friedrichs des Großen erfolgte und u. a. zur Gründung der Kolonie Pfalzdorf in der Gocher Heide führte. Hierzu laden das Museum der Stadt Alzey sowie der Altertumsverein für Alzey und Umgebung herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

07.03.03

Denkmal-Pflege

Wenn es nach dem Willen einiger Wormser ginge, müßte im Rahmen der Restaurierung des Mahnmals für die Opfer des Faschismus in der Ringanlage die Inschrift von "Zum Gedächtnis der Toten" in "Zum Gedächtnis (oder Gedenken) an die Toten" geändert werden. Die Änderung wird vom Mainzer Landesamt für Denkmalpflege jedoch abgelehnt: "Die Inschrift ist ein Geschichtszeugnis".

Quelle: Wormser Zeitung vom 07.03.2003

06.03.03

Ahnenforscher als Hauptkunden

Unter diesem Titel berichtet heute die FAZ in ihrer Druckausgabe auf S. 55 über den zunehmenden Dienstleistungscharakter von Archiven. Immer mehr Heimat- und Familienforscher, Anwälte, Notare und Behörden nutzen das Angebot der Archive, während die Nutzung durch Universitäten als eigentliche Hauptkunden nachläßt.

Desweiteren informiert der Artikel über die Marburger Archivschule (www.uni-marburg.de/archivschule).

Historischer Verein Ingelheim

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Der Historische Verein Ingelheim ist nun auch im Internet vertreten. Die Seite enthält zahlreiche interessante Informationen wie z. B. ein Aufsatz von Gottfried Braun zum "Ingelheimer Reichsgrund" sowie eine von Margarete Köhler zusammengestellte Sammlung von Biographien von Persönlichkeiten, die mit Ingelheim in Verbindung standen.

Der Historische Verein Ingelheim wurde 1905 gegründet. Knapp ein Jahrzehnt später zollte der Denkmalpfleger für Rheinhessen, P. Meissner, dem rührigen Verein folgendes Lob, das wir dem 1914 in Darmstadt erschienenen Jahresbericht der Denkmalpflege im Großherzogtum Hessen entnehmen:

"Der historische Verein Ingelheim will mit Unterstützung der Gemeinde ein Museum errichten, das im besonderen die Funde, Pläne und Photographien der Ausgrabungen aufnehmen soll, die Professor Rauch in der Kaiserpfalz für den Deutschen Verein für Kunstwissenschaft unternommen hat. Die Gemeinde in Niederingelheim hat zu diesem Zweck bereits das sehr günstig gelegene und durch seine hellen Räume sehr gut geeignete Schulhaus am Markt zur Verfügung gestellt. Der historische Verein ist in seinem Interesse für die Erforschung der Geschichte Ingelheims außerordentlich tätig, und es soll ihm an dieser Stelle nochmals der wärmste Dank für seine Unterstützung ausgesprochen werden."

Das Bild zeigt Reste der karolingischen Pfalz ("Saal") zu Nieder-Ingelheim zu Beginn der Ausgrabungsarbeiten (um 1910).

03.03.03

Einstürzende Altbauten

oder: Von der Gau-Odernheimer "Schmach, französisch zu werden"

Im Jahr 1883 veröffentlichte der katholische Pfarrer Heinrich Gredy zu Gau-Odernheim eine Chronik seiner Wirkungsstätte. In seiner umfangreichen "Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt Odernheim" geht er u.a. auf einen Unglücksfall während der Franzosenzeit ein, der durch seine Kommentierung zeigt, daß der katholische Geistliche Gredy - trotz der im Kulturkampf gipfelnden Spannungen zwischen dem Deutschen Reich und der katholischen Kirche - national und antifranzösisch eingestellt war. Zwei Monate vor dem Erscheinen wurde übrigens das an den Sieg über Frankreich im Krieg von 1870/71 erinnernde Niederwalddenkmal bei Rüdesheim eingeweiht.

Details ... "Einstürzende Altbauten"

Billigflieger anno 1930?

Wenn sich Taxifahrer in der Werbung über die Preise der neuen Fluglinien beklagen, ist das eigentlich ein alter Hut. Im Jahr 1930 konnte man zum "Schnäppchenpreis" von Baden-Baden nach Düsseldorf fliegen (mit Zwischenstation Mainz!) Die ganze Tour dauerte läppische 3,5 Stunden... Geflogen wurde natürlich mit Lufthansa!

Details ... "Billigflieger anno 1930?"

01.03.03

Adressbücher online

Der Computergenealogie Newsletter 03/2003 vermeldet heute, dass unter www.adressbuecher.net die ersten 50.000 Datensätze der Adressbuchdatenbank eingestellt wurden. Ein weiteres Projekt, die Erfassung von Familienanzeigen aus Tageszeitungen, stößt ebenfalls auf reges Interesse.