04.04.03

Stadtbibliothek: "Rheinhessen gezeichnet"

Von Freitag, 31. Januar, bis Montag, 28. April 2003, ist in der Stadtbibliothek, Lesesaal (Rheinallee 3B) noch die Ausstellung „Rheinhessen gezeichnet. Originale - Gedrucktes - Ungedrucktes" von Ehrhard Hütz zu sehen.

Am Montag, 07. April 2003, 18.30 Uhr, bietet der Zeichner Ehrhard Hütz eine Führung durch die Ausstellung an. In Anlehnung an den Ausstellungstitel nennt er diese „Rheinhessen gezeichnet - und jetzt auch geplaudert". Sie wird von einem Umtrunk begleitet, zu dem das Weingut Scherner-Kleinhanß, Flörsheim-Dalsheim, den Wein gespendet hat.

Rheinhessen gehört die Leidenschaft des Zeichners. In ihren kleinen Natureigenheiten, ihren historischen Alltagsrelikten, den „Hinterlassenschaften" vergehender oder schon vergangener ländlicher Kultur, all den großen und kleinen Dingen, die den Dörfern ihren einmaligen Charme geben, findet Ehrhard Hütz seine Motive. In Feder- und Bleistiftzeichnungen, manchmal koloriert, erweckt er sie zu Form und Leben.

Hütz ist auch schalkhafter Interpret von rheinhessischer Lebensart. Mit karikaturistischer Lust zeigt er das handfestdirekte Wesen seiner Bewohner und illustriert ihre urigen Redensarten. Viel Spott und noch mehr Verständnis hat er für ihren Hang zum „Gläsje Woi" (dem weitere folgen) und zu deftiger Kost.

Erhard Hütz, geboren 1949 in Worms, ist dort auch aufgewachsen und absolvierte sein Abitur. Er studierte Englisch und Erdkunde in Mainz und London und unterrichtet heute als Gymnasiallehrer in Alzey. Er wohnt in Gau-Heppenheim. In Mainz studierte er Grafik bei Professor Peter Lörincz. Neben ihm bezeichnet er als seine Lehrer Wenzel Hollar und seinen Wormser Studienrat Wilhelm Bayer, „der mich auf die Spur der Dinge setzte". Er nennt sich einen „Berufsregionalisten".

Er zeigte seine Werke in zahlreichen Ausstellungen mit Rheinhessen-Motiven, gab mehrere Kunstmappen und zwölf Rheinhessen-Kalender heraus. Darüber hinaus illustriert er Bücher. Sein Zeichen ist ein Kauz.

Die Stadtbibliothek ist von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr, Freitag und Samstag von 9.00 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Mainz vom 01.04.2003

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