14.02.03

Genealogie und Genetik

Am 13. Januar 2003 war die Verquickung von Genealogie und Genetik schon einmal Thema im Rheinhessenarchiv.

Jetzt vermeldet die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe Nr. 38 S. 38 (online), dass sich drei Briten auf die Suche nach ihrer genetischen Identität in Schwarzafrika begeben haben. Die Nachkommen verschleppter Sklaven, über deren Herkunft man bisher nichts wußte, konnten mit Hilfe genetischer Forschung ihre "Wurzeln" finden.

Die drei porträtierten Nachkommen ehemaliger afrikanischer Sklaven haben eine Identität gefunden. Die Betonung liegt dabei auf eine. Denn damit ist nur einem der vielen Vorfahren Rechnung getragen, die aufgrund heute lebender Verwandter über die direkte mütterliche (Mitochondrien-DNS) und väterliche (DNS des Y-Chromosoms) Linie ermittelt werden können. Die Anzahl der Vorfahren seit der Verschleppung bis zum heutigen Zeitpunkt würde leicht ein Fußballfeld füllen. Doch für die Probanden stand von Anfang an fest: Einer ist besser als keiner. Daran ändern auch nichts die Beteuerungen der afrikastämmigen Genetikerin Fatima Jackson: "Eine Identität kommt von innen - nicht von der Genetik und nicht von einem Computerprogramm."

Am heutigen Freitag wird die BBC unter dem Titel "Motherland: a Genetic Journey" hierüber berichten.

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Anmerkungen