29.08.02

Auf Spurensuche im Auswandererland

Rheinhessen-Information bietet eine viertägige Bustour nach Friedrichswalde an

Um die schwach besiedelte Mark Brandenburg und andere preußische Landesteile neu zu besiedeln und damit die allgemeine Wirtschaftskraft des Landes zu heben, ließ Preußenkönig Friedrich der Große Mitte des 18. Jahrhunderts in den eroberten Gebieten und in vielen nichtpreußischen Ländern um neue Siedler werben.

Unter den rund 300000 Ansiedlungswilligen befanden sich auch viele Menschen aus der nahen Kurpfalz, der heutigen Region Rheinhessen. Verbrieft sind Aussiedler aus Esselborn, Monzernheim, Wonsheim, Siefersheim, Dautenheim und Mettenheim, die in Friedrichswalde in der Schorfheide, knapp 50 Kilometer nördlich Berlins, ein neues Leben begannen.

Nach der Wiedervereinigung entwickelten sich – unterstützt durch den Landkreis Alzey-Worms und die Stadt Alzey – neue Kontakte zwischen den Bewohnern des ehemaligen „Auswanderungslandes“ Rheinhessen und der Schorfheide.

Vom 2. bis 5. Oktober lädt die Rheinhessen-Information ein zur Spurensuche um Friedrichswalde und dem heutigen Biosphärenreservat Schorfheide. Die viertägige Bustour vermittelt viel vom Zauber dieser eiszeitlich geprägten, wald- und seenreichen Landschaft zwischen Havelniederung, Uckermark und Finowkanal. Viele bedrohte Tierarten sind hier noch in überlebensfähigen Beständen anzutreffen. Die Teilnehmer erfahren aber auch historische, geschichtliche und zeitgenössische Impressionen. Besucht werden das Kloster Chorin, das Ökodorf Brodowin, das Jagdschloss „Hubertusstock“, das Schiffshebewerk in Niederfinow, zudem ist und eine Schiffstour auf dem Werbeleinsee geplant.

Anmeldungen nimmt die Rheinhessen–Information bis 31.August unter Telefon (06132) 44170, Telefax 441744, oder per E-Mail „info@rheinhessen-info.de“ entgegen.


Quelle: Mainzer Allgemeine Zeitung vom 29.08.2002 (zur Online-Ausgabe)

Geschichte | Link
Anmerkungen