07.12.02
Von Quacksalbern, Steinschneidern und Chirurgen - Ausstellung in Bingen
»"Mit diesem Instrument sollst Du die Hirnschale wieder auftreiben, wenn sie eingeschlagen ist": Es ähnelt schon ein bisschen einem Korkenzieher, jenes Gerät, das der berühmte Chirurg Hans von Gersdorf im "Feldbuch der Wundartzney" von 1535 seinen Ärztekollegen für Kopfoperationen empfiehlt. Doch noch weitaus Ungewöhnlicheres hielt man damals für medizinisch sinnvoll: Die "Heylsame Dreckapotheke", ein medizinisches Hausbuch von 1696, versprach die meisten Krankheiten mit Fäkalien zu kurieren. Erst langsam wurden Anatomie, Chirurgie und Pharmazie zu anerkannten wissenschaftlichen Disziplinen, die mit den Quacksalbereien und dem medizinischen Wunderglauben des Mittelalters brachen.Diese Umbruchsphase in der Geschichte der Medizin ist Thema einer kleinen, von dem Binger Urologen Dr. Wolf-Dieter Gronki anlässlich seines Praxisjubiläums initiierten Sonderausstellung im Museum am Strom. «
Quelle: Homepage der Stadt Bingen am Rhein
Die Ausstellung läuft noch bis 29.12.2002. Mehr Infos ...
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